Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, warum mache ich da mit und lohnt es sich überhaupt

 

Eigentlich ist diese Frage einfach zu beantworten...

 

Ich bin der Meinung, jeder Soldat hat ein Grab verdient, egal welcher Nationalität er angehört. Jeder hat eine Mutter einen Vater, Geschwister oder Kinder die Ruhe finden würden, wenn sie wüssten was mit ihren Lieben passiert ist und wo sie zu finden sind, auch wenn es nur ein Besuch am Grab ist. Ich selbst habe zwei Familienangehörige, die seit dem zweiten Weltkrieg vermisst werden und gefallen sind. Einer meiner Großonkel wird seit Anfang Januar 1944 Nord Östlich von St. Petersburg vermisst. Dieser Diente in der Luftwaffen Felddivision. Ein weiterer ist am 30.04.1945 bei Bremervörde gefallen, wo er auch in einer Kriegsgräberstätte liegt. Der Volksbund bettet jedes ja um die 25.000 Soldaten um und pflegt die Kriegsgräber. Diese sind für die Hinterbliebenen ein Ort zum Trauern und zugleich auch ein Mahnmal.

 

Nach über 70 Jahren Kriegsende brauchen wir so was überhaupt noch? Ich bin der Meinung ja, es gibt immer noch Millionen Vermisste, dazu veranstaltet der Volksbund Jugendcamps, wo viele jugendlichen aus verschiedenen Nationen teilnehmen. Aus meiner Sicht betrachtet, eine Völkerverständigung.

 

Als Reservist habe ich damals in Ahrensburg bei den Straßensammlungen geholfen, so habe ich von den Schicksalen einiger Menschen gehört, weil ich mir die Zeit genommen habe zu zuhören.

Einige dieser Menschen haben mir auch Fotos gezeigt, was mich sehr berührt hat. Man hatte fast den Eindruck sie waren sogar ein wenig froh darüber jemanden Ihre Geschichte erzählen zu können, jemandem, der wirklich interessiert war.

Wenn ich heute ein Hinweisschild sehe, mit der Aufschrift Kriegsgräber, schaue ich mir diese an und halte sie mit meiner Kamera fest.

Ein Link dazu findet Ihr hier: (Ist noch in Arbeit)

Nun wisst Ihr warum ich dort Mitglied bin.

 

Also, wenn Ihr auch wissen wollt was eure Väter, Opas, Onkel und Großonkel damals gemacht haben, dann könnt Ihr euch beim Volksbund, Deutsches Rotes Kreuz (Für Vermisste oder Gefallende) und die Deutsche Dienststelle (Für Vermisste, Gefallende und überlebende) Informieren. Beim letzteren bekommt Ihr die Information in welcher Einheit usw. er gedient hat. Es kann aber auch sein, dass es kaum Informationen über jemandem gibt, diese Erfahrung musste ich bei meinem Großonkel, der in Russland vermisst wird, leider auch machen.

 

Zitat:

„Ein Krieg ist erst dann vorbei, wenn der letzte Soldat beerdigt ist“

Alexander Wassiljewitsch Suworow

 


Albert Seehaase Vermisst seit Anfang 1944 in Russland

Grabstätte Bernhard Seehaase in Bremervörde

Bernhard Seehaase und seine Freundin (Name unbekannt) Gefallen am 30.04.1945